Die Jahre 1966 bis 1999

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied Albert Glass schied im Jahre 1967 aus dem Vorstand aus. Heinz Bleher wurde vom Aufsichtsrat zum neuen Vorstand der Volksbank Welzheim berufen.

Von einschneidender Bedeutung für die weitere Entwicklung der Volksbank Welzheim war der Beschluss der Geschäftsleitung der Firma Bauknecht GmbH, die bargeldlose Lohn- und Gehaltszahlung im Jahr 1967 einzuführen. 

Bis zu diesem Zeitpunkt benötigte ein „normaler“ Arbeitsnehmer kein Girokonto, da der Lohn in der sogenannten „Lohntüte“ ausbezahlt wurde. Einkäufe, Miete, Rechnungen usw. wurden i.d.R. bar bezahlt. „Otto Normalverbraucher“ hatte bei seiner Bank ein Sparkonto. Girokonten waren hauptsächlich für Geschäftskunden wichtig.

Der Zins wurde am Jahresende „von Hand“ mit Hilfe eines „Gillardons“ berechnet. Der Zins konnte aus dem Gillardon (Zinstabellenbuch), den es für jeden Zinssatz gab, direkt abgelesen werden.

Der Gillardon war eine große Erleichterung bei der Berechnung der Zinsen für die Spareinlagen, die für sämtliche Sparkonten zum 31. Dezember berechnet werden mussten. Am 1. Januar mussten alle Bankangestellten arbeiten, um für sämtliche Sparkonten den Zins zu berechnen und gutzuschreiben. 

Ab dem 2. Januar drängten sich die Sparer in der Schalterhalle, weil jeder „seinen Zins“ in sein Sparbuch eintragen lassen wollte. Viele meinten, der Zins würde verfallen, wenn der Zins nicht innerhalb von wenigen Tagen ins Sparbuch eintragen werden würde. 

Die Folge der Einführung der bargeldlosen Lohn- und Gehaltszahlung war, dass alle Arbeitnehmer ein Girokonto bei ihrer Bank eröffnen mussten. Ein regelrechter Ansturm auf sämtliche Banken in Welzheim (Kreissparkasse, Volksbank, Württ. Landessparkasse) setzte ein.

Allein im Jahr 1968 wurden bei der Volksbank Welzheim über 700 neue Konten eröffnet. Damit hatte die Volksbank Welzheim insgesamt 8.400 Konten zu verwalten. Alle Mitarbeiter waren gefordert. Und das ohne EDV.

v.l.n.r. Sitzend: Renate Kieckenweitz, Elke Bassler, Gretel Mölle, Adelheid Gamm und Hilde Reuß (Bankbevollmächtigte) Stehend: Helmut Kuhn (Bankbevollmächtigter), Werner Buhl, Alfred Kreibich, Heinz Strohmaier (Vorstand, stv.), Heinz Bleher (Vorstand), Peter Marquardt, Karl Friz, Peter Bader, Gerd Hagner (Bild: Archiv der Volksbank Welzheim)

Der Lohn bzw. das Gehalt der Mitarbeiter heimischer Firmen wurde von nun an nicht mehr zu Hause aufbewahrt, sondern verblieb auf dem Girokonto. Mehrere Male im Monat kamen die Kunden zur Bank, um Bargeld von ihrem Girokonto abzuheben. Die Auszahlungsbelege wurden am Tresen von Hand geschrieben und mittels Förderband zur Kasse geleitet. Der Kunde begab sich zur Kasse und bekam vom Kassier das gewünschte Bargeld ausbezahlt.

Aus anfänglicher Unsicherheit (und auch manchmal aus Bequemlichkeit) kamen die Kunden mit den Original-Rechnungen an den Bankschalter und baten darum, doch das Überweisungsformular auszufüllen. Dabei war zu beachten, dass evtl. noch Skonto abgezogen werden durfte. Dafür gab es dann einfache, mechanische Rechenmaschinen, bis – endlich – Anfang der 70er Jahre die Volksbank den ersten elektronischen Tischrechner in der Größe eines DIN A-Blattes gekauft hat, der allerdings nur die Grundrechenarten beherrschte. Er kostete damals knapp 2.000 DM.

In der Regel wurde das Überweisungsformular mit der Schreibmaschine ausgefüllt und dann vom Kunden unterschrieben. Am Ende bekam der Kunde den Quittungsstempel der Bank auf seine Rechnung aufgedrückt. 

Der rasante Anstieg der Zahl an Girokonten hatte zur Folge, dass die Kunden weitere Dienstleistungen der Bank in Anspruch genommen haben. Der Überweisungs- und Scheckverkehr nahm zu, Daueraufträge wurden neu eingerichtet, Einzugsermächtigungen erteilt, Gelder vom Girokonto auf das Sparkonto übertragen, Wertpapiere ge- bzw. verkauft. 

Bereits am 1. Juli 1968 trat die Volksbank Welzheim der RWG (Rechenzentrale Württembergischer Genossenschaften) bei.

Sämtliche Geschäftsvorgänge des Tages wurden auf Lochkarten festgehalten. Frühmorgens um 7 Uhr  wurden sämtliche Lochkarten von einem Bankmitarbeiter in einem speziellen Koffer zur Außenstelle der RWG nach Backnang gefahren und dort ausgewertet. Am späten Vormittag kamen Kontoauszüge, Sparkontenblätter, Journale, Sachkontenauszüge, Übersichten usw. ausgedruckt nach Welzheim zurück. Sämtliche Kontoauszüge wurden couvertiert (Frau Mölle und Frau Pischkalla) und verschickt, Sparkontenblätter einsortiert usw. 

Mitte des Jahres 1968 wurde das 100jährige Jubiläum der Volksbank Welzheim gefeiert. Auch heute, nach 50 weiteren Jahren, ist die damals herausgebrachte Jubiläumsschrift mit Beiträgen zur Geschichte der Stadt Welzheim (von Dr. Max Lohß) und zur Geschichte der Volksbank Welzheim (von Heinz Bleher) höchst lesenswert.

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Welzheim eG (Bild: Archiv der Volkbank Welzheim)
nicht anwesende Aufsichtsräte

Erste Reihe (sitzend) v.l.n.r.: Paul Hagner (ehrenamtlicher Vorstand), Heinz Bleher (hauptamtlicher Vorstand), Hermann Lohß (Ehrenvorsitzender), Otto Marquardt (ehrenamtlicher Vorstand), Heinz Strohmaier (hauptamtlicher Vorstand, stv.)

Zweite Reihe (stehend) v.l.n.r.: Die Aufsichtsräte: Karl Öttinger, Gustav Wiesenmaier, Richard Hagdorn, Hermann Kuhn, Hans Keller, Werner Grüner, Friedrich Mayle (Aufsichtsratsvorsitzender)

Die beiden Aufsichtsräte Erich Heinzle (stv. Aufsichtsratsvorsitzender) und Ernst Heinrich konnten bei der Aufnahme leider nicht zugegen sein.

Bild von der Eröffnung: Friedemann Fuchs, Günter Ziesel, Werner Buhl

Am 31. März 1968 wurde die langjährige Zahlstellenleiterin in Kaisersbach Frau Luise Rapp, die die Zahlstelle seit 1. Januar 1935 betreute, verabschiedet. Frau Annemarie Liss übernahm die Zahlstelle in Kaisersbach. 

In der Mitte des Jahres 1970 begann Herr Peter Bader mit der Vermittlung von Reisen (NUR). Herr Werner Buhl stieg 1972 ins Immobiliengeschäft ein. 

Am 13. April 1971 eröffnete die Volksbank die neue Stadtfiliale in der Schorndorfer Straße 57 (ehemals Bäckerei Kugler) unter der Leitung von Werner Buhl. Damit wurde den Mitarbeitern der Firma Bauknecht, der Firma Chr. Bauer, der Holzindustrie und anderer Firmen im Süden der Stadt die Möglichkeit gegeben, auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ihre Bankgeschäfte erledigen zu können, ohne durch die ganze Stadt zur Hauptstelle der Volksbank am Gottlob-Bauknecht-Platz fahren oder gehen zu müssen.

Am 31. Dezember 1971 wurde die Zahlstelle in Aichstrut, die bis zu diesem Zeitpunkt von Frau Martha Klunzinger betreut wurde, geschlossen. 

Die Einführung des 312-DM-Gesetzes am 1.7.1970 und die Tarifvereinbarung der IG-Metall die beinhaltete, dass der Arbeitgeber 13 DM pro Monat vermögenswirksame Leistungen für alle Arbeitnehmer übernimmt, erhöhten den Kundenandrang am Schalter enorm. Die vermögenswirksamen Leistungen wurden vom Arbeitsgeber nicht ausbezahlt, sondern auf vorgeschriebene Anlagekonten bei der Bank, der Bausparkasse oder der Lebensversicherung überwiesen. Dazu war für jeden Kunden eine ausführliche Beratung und ein besonderer Vertragsabschluss notwendig. 

Die Volksbank platzte wieder aus allen Nähten! 

1971 wurde die Kasse, die seither in der Verlängerung des Tresens angeordnet war (siehe Bild von Neubau im Jahr 1960), im 90 Grad Winkel an die Südseite der Schalterhalle verlegt und durch Panzerglas gesichert. Organisatorisch wichtig war, dass man die Disposition, die bis dahin im rückwärtigen Raum untergebracht war, in den seitherigen Kassenraum verlegte.

Im Jahr 1973 wanderten die Buchhaltung und die Girokontoabteilung in die nördliche Wohnung im 1. Obergeschoss (Herr Strohmaier war ausgezogen). 

Aber das war nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Die Volksbank Welzheim wuchs weiter und brauchte Platz. 

Nach 6monatiger Bauzeit konnte der Um- bzw. Erweiterungsbau der Volksbank am 18. Dezember 1976 eingeweiht werden.

Der Schalterraum in Richtung Gottlob-Bauknecht-Platz wurde um einen Anbau erweitert. Um die andere freigewordene Wohnung (Herr Bleher war ausgezogen) im ersten Stock vom Schalter aus erschließen zu können, wurde auf der Ostseite ein zweites Treppenhaus angebaut. Die Schalterhalle wurde total umgestaltet, der lange Tresen abgebaut, der Eingangsbereich neu gestaltet. Die Kasse im Erdgeschoß wurde abgeschafft. Die zentrale Geldversorgung erfolgte über eine neu eingebaute Rohrpost:

Bilder vom Umbau aus dem Geschäftsbericht der Volksbank Welzheim aus dem Jahr 1976
Ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender Erich Heinzle

1974 schied der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Mayle, der von 1961 bis 1974 dem Gremium angehörte, aus. Erich Heinzle, der bereits 1954 in den Aufsichtsrat gewählt worden war, wurde Aufsichtsratsvorsitzender und verstarb im Februar 1993 im Alter von 65 Jahren.

1979 konnte die weitere Ausdehnung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs durch eine stärkere Inanspruchnahme des beleglosen Datenträgeraustausches (mittels Diskette) ohne persönlichen Mehraufwand noch aufgefangen werden. 

Im Geschäftsbericht 1979 heißt es: „Da wir in diesem Bereich an eine Grenze gestoßen sind, haben wir uns entschlossen, gegen Ende 1980 dem genossenschaftlichen Direktverarbeitungs- und Informationssystem (GEDIS) bei der RWG in Stuttgart beizutreten. Dies führt zu einer weiteren Entlastung unserer Mitarbeiter, zu einer intensiveren Beratung unserer Kunden und einer noch sichereren und schnelleren Abwicklung der Geschäftsvorfälle.“ 

Im November 1980 erfolgte dann die Online-Anbindung der Volksbank an das GEDIS-System der Rechenzentrale Württ. Genossenschaften in Stuttgart (RWG). Hier handelt es sich um die ständige Verbindung unserer Kundendienst- und Arbeitsplätze zu dem Zentralcomputer in Stuttgart mit jeweiliger sofortiger Verbuchung aller Geschäftsvorfälle und der Möglichkeit des Abrufs des aktuellen Kontostandes und vieler anderer gespeicherter Daten über den Bildschirm. 

1981 wurde der erste Geldausgabeautomat im Eingangsbereich der Volksbank aufgestellt und in Betrieb genommen.

Am 28. September 1981 wurde die neue Volksbank-Filiale in Kaisersbach eröffnet und die Agentur in Kaisersbach, die von Annemarie Liss betreut wurde, geschlossen.

3 Jahre später, am 27. Februar 1984 eröffnete die Volksbank das Immobilien-Beratungs-Center im ehemaligen Bankgebäude in der Wilhelmstraße unter der Leitung von Prokurist Werner Buhl. Das Servicebüro, das mit 3 Personen besetzt war, hat die Kunden umfangreich im Immobiliengeschäft, sowie im Bauspar- und Versicherungsgeschäft beraten.

Am 17. November 1983 wurde der neue Bankautomat (Tag- und Nacht-Bank) in der Hauptstelle in Betrieb genommen. Damit können sich die Kunden der Volksbank – mittels Euroscheckkarte – rund um die Uhr – mit Bargeld versorgen.

Werbung aus dem Jahr 1983 für das neue Medium "Bildschirmtext"

Die Konsequenz hieraus ist, dass unsere Bankmitarbeiter mehr Zeit haben für das eigentliche Beratergespräch und für unsere Kunden. 

Ab 15. September 1984 war der Bankautomat der Volksbank Welzheim „poolfähig“, d.h. ab diesem Datum konnten auch die Inhaber von Scheckkarten anderer Bankinstitute rund um die Uhr Geld abholen. 

Die Einführung des „Elektronischen Zahlungsverkehrs für individuelle Überweisungen“ kurz „EZÜ“ genannt, lies nicht lange auf sich warten. Am 24. April 1984 war es soweit. Mit Hilfe des neuen Verfahrens wurden bei Überweisungen die Laufzeiten erheblich verkürzt, da die Daten beleglos per Computer-Übertragung weitergeleitet werden. 

Wie schon lange angekündigt, wurde im Dez. 1984 die BILDSCHIRM-TEXT-Anlage installiert. Im Laufe des Jahres 1985 war es für unsere Kunden möglich, die Volksbank Welzheim über ihr Fernsehgerät zu erreichen.

Zuerst wurde das Bildschirmtelefon für die Kundenberatung im Reisegeschäft, in der Wertpapierberatung und in der Nachfrage nach Kursen bei Münzen, Währungen, Flugplänen usw. eingesetzt. Im zweiten Schritt wird dann der Kunde, der sein Fernsehgerät über Telefonleitung anschließt, mit der Volksbank in Kontakt treten können, ohne aus dem Haus zu gehen. Gegenüber der Kommunikation über Telefon hat das BTX den Vorteil, dass optische Wahrnehmungen auf dem Bildschirm leichter aufzunehmen sind, besser behalten werden und verständlicher darzustellen sind.

Heinz Bleher und Aufsichtsrat Ernst Heinrich während einer Generalversammlung (Bild: Archiv der Volksbank Welzheim)

Unser 2.000stes Mitglied konnten die Volksbank am 19. Juli 1984 begrüßen. 1986 erreichte die Bilanzsumme die magische Grenze von 100 Mio. DM. 

Um weiter Platz für die Angestellten zu finden, wurde das Sitzungszimmer im Erdgeschoß aufgelöst und ins Dachgeschoss verlegt, das am 30. März 1988 eingeweiht wurde.

Herr Bleher beendete am 30. Juni 1988 seine über 21jährige verantwortungsvolle und erfolgreiche Tätigkeit bei der Volksbank Welzheim und Peter Marquardt wurde neuer Vorstand der Volksbank Welzheim am 1. April 1988.

ehemaliger Vorstand der Volksbank Welzheim eG: Peter Marquardt

24. Mai 1988: „Homebanking“ bei der Volksbank Welzheim durch BTX war möglich.

Erstmals wurde es an diesem Tag den Kunden ermöglicht, verschiedene Bankgeschäfte, z.B. Abfragen der Kontostände und Umsätze sowie Ausführung von Überweisungen, bequem vom „Fernsehsessel aus“ vorzunehmen. Damit ist die Nutzung des neuen Mediums Kontoführung per BTX rund um die Uhr gewährleistet. 

Ab dem 10. August 1988 konnten die Kunden der Volksbank Welzheim ihren Berater direkt mit dem neuen „Durchwahl-System“ erreichen. Eine Ergänzung der Telefonanlage machte dies möglich. 

1989 schied Prokurist Werner Buhl aus den Diensten der Volksbank aus. Er hatte von 1961-1964 bei der Volksbank Welzheim Bankkaufmann gelernt. Im Jahr 1971 eröffnete er die Filiale in der Schorndorfer Straße. Ein Jahr danach stieg er ins Immobiliengeschäft ein.  1978 wurde er zum Prokuristen ernannt. Da die Räumlichkeiten in der Filiale Schorndorfer Straße für das Immobiliengeschäft zu klein wurden, wurde im Jahr 1984 ein neues Immobilien-Beratungscenter unter seiner Leitung im ehemaligen Volksbank-Gebäude in der Wilhelmstraße eröffnet. 

Kennzeichnungsaufkleber "electronic cash"

Am 5. Januar 1989 wurde ein neues Dienstleistungsangebot für alle gewerblichen Kunden, die einen PC besitzen, eingeführt: PC-CASH. Gegen geringe Kostenbeteiligung stellt die Volksbank das notwendige Software-Paket zur Verfügung, um künftig alle Zahlungen beleglos abwickeln zu können.

Seit Anfang des Jahres 1990 war es den Kunden der Volksbank möglich, ihre Kontoauszüge zu jedem gewünschten Zeitpunkt auf dem neu installierten Kontoauszugsdrucker (KAD) ausdrucken zu lassen.

Im Oktober 1990 wurde die neue Dienstleistung der Volks- und Raiffeisenbanken „electronic cash“ eingeführt. Dadurch ist es möglich, dass Euro-Scheckkarten-Inhaber ohne Scheckausstellung zahlen können. Es genügt die Vorlegung der EC-Karte und Eingabe der persönlichen Geheimzahl. Die Kassen, an denen diese Art der Zahlung möglich ist, sind mit diesem Zeichen gekennzeichnet:

Nach einjähriger Bauzeit, in der die Volksbank Welzheim umgebaut bzw. die Geschäftsräume neu gestaltet wurden, konnte die Volksbank am 19. Januar 1992 eingeweiht werden. Während des Umbaus war z.B. der Schalterbereich in Containern, die hinter der Volksbank aufgestellt wurden, untergebracht.

Hauptgebäude Volksbank Welzheim eG im Jahr 1992 (Bild: Archiv der Volksbank Welzheim)
Neugestaltung der Geschäftsräume im Jahr 1992
ehemaliger Vorstand der Volksbank Welzheim eG: Heinz Strohmaier

Der Reisevermittlungsdienst wurde im Oktober 1992 eingestellt. 

1993: Die Zahl der Mitglieder ist auf rund 3.000 gestiegen, die Bilanzsumme auf über 160 Mio. DM. 

Anfang des Jahres 1993 wurde Herr Hermann Kuhn zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, nachdem Erich Heinzle verstorben war. Bis 1999 war Herr Kuhn Vorsitzender des Aufsichtsrats. Er verstarb 2015.

Im Jahr 1993 wurde die Volksbank Welzheim 125 Jahre alt. Das Jubiläum wurde gebührend gefeiert.

1997 fusionierten die Volksbank Welzheim eG und die Raiffeisenbank Alfdorf-Pfahlbronn eG unter dem Motto: „Gemeinsam sind wir stärker“

Am 1. Januar 1999 wurde die Europäische Währungsunion Realität. Der Euro ist seitdem die alleinige und gemeinsame Währung aller Teilnehmerstaaten.

Bis zum 31. Dezember 2001 wurden DM und Euro im Bereich des Buchgeldes parallel verwendet. 

Im Jahr 1999 schied Herr Heinz Strohmaier aus dem Vorstand aus und ging in den Ruhestand. Herr Strohmaier war damit fast 50 Jahre für die Volksbank Welzheim tätig. Er hat in dieser Zeit die Bank entscheidend geprägt.

Herr Strohmaier kam 1950 als Banklehrling zur Volksbank Welzheim, damals noch im „Hause Leypoldt“ am Kirchplatz. Am 12. April 1964 wurde er zum Vorstand bestellt, nachdem er mit der Volksbank 1952 zunächst in das Gebäude in der Wilhelmstraße 25 und dann 1960 in den Neubau am Gottlob-Bauknecht-Platz umgezogen war.

Nachfolger von Herrn Strohmaier wurde der bisherige Vorstand der Raiffeisenbank Alfdorf-Pfahlbronn Hans Klenk.